| Wissen für morgen - Kooperative Forschungsvorhaben
im sub-saharischen Afrika
Merkblatt
für Antragsteller I. Vorbemerkung Die Förderinitiative
ist fachoffen und auf mittel- bis langfristige Zusammenarbeit zwischen deutschen
und afrikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausgelegt. Insbesondere
wird eine nachhaltige Entwicklung in Forschung und Lehre durch die gezielte
Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Afrika
angestrebt. Anträge können im Rahmen von Ausschreibungen im Anschluss
an die von der Stiftung durchgeführten Themenworkshops gestellt werden.
Nähere Informationen über die ersten Workshops finden sich in Abschnitt
IV. II. Zielsetzung Mit der Initiative „Wissen für morgen“ – Kooperative Forschungsvorhaben im sub-saharischen Afrika“ möchte die Stiftung einen Beitrag zum Aufbau und zur nachhaltigen Stärkung der Wissenschaft im sub-saharischen Afrika leisten. Geschehen soll dies über Vorhaben, die von afrikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Zusammenarbeit mit deutschen Partnerinnen und Partnern entwickelt und durchgeführt werden und in deren Rahmen der wissenschaftliche Nachwuchs in Afrika Möglichkeiten zur Höherqualifizierung erhält. Neben der afrikanisch-deutschen Kooperation ist ein besonderes Anliegen die Entwicklung, Stärkung und Erweiterung innerafrikanischer wissenschaftlicher Netzwerke. Das Förderangebot ist prinzipiell offen sowohl für Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Medizin als auch für Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Gefördert werden Vorhaben zu aktuellen Forschungsfragen, die
III. Förderbedingungen Um die gemeinsame Identifizierung zukunftsorientierter Untersuchungsgebiete und die kooperative Entwicklung innovativer Forschungsfragen zu unterstützen, konzipiert die VolkswagenStiftung in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Themenworkshops und richtet diese aus. Die Treffen sollen dazu genutzt werden, den Forschungsstand zu diskutieren, Fragestellungen aufzuzeigen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit, auch mit anderen Forscher/inne/n und Forschungsstandorten innerhalb des sub-saharischen Afrika, zu erarbeiten. Die Einladung zur Teilnahme an einem solchen Themenworkshop erfolgt durch die Stiftung und kann nicht selbst beantragt werden. Im Anschluss an diese Workshops besteht die Möglichkeit, zu den in diesem Rahmen identifizierten Forschungsdesiderata konkrete Anträge auf Forschungsförderung zu stellen. Die betreffenden Themen und Fragestellungen einschließlich der geltenden Förderkriterien etc. werden dann jeweils mit angemessener Fristsetzung als Ausschreibung auf der Homepage der Stiftung bekannt gegeben. Die Ausschreibungen stehen allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern offen, und Antragstellungen sind in keinem Fall an eine Teilnahme an diesen Themenworkshops gebunden. Für alle Vorhaben ist eine substanzielle Zusammenarbeit zwischen deutschen und afrikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beziehungsweise den jeweiligen wissenschaftlichen Einrichtungen erforderlich. Wünschenswert ist darüber hinaus die Erweiterung der Kooperation um eine zusätzliche Süd-Süd-Komponente. Priorität erhalten Vorhaben mit Fächer übergreifendem und integrierendem Zuschnitt. Die Forschungsvorhaben sollten Studierenden mit einem ersten örtlichen Examen in Afrika die Möglichkeit zur Erlangung weiterqualifizierender Abschlüsse (Master, Promotion) und zur Forschung als Postdoktorand/in bieten. Vorteilhaft ist dabei die Einbindung der im Projekt geförderten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in eine am Ort bereits vorhandene Forschungsinfrastruktur. Unterstützung für deutsche Partnerinnen und Partner wird nur in dem Maße gewährt, wie es zur Erreichung des Rahmenziels der Initiative notwendig ist. Nicht gefördert werden Projekte der Entwicklungshilfe und solche, für die ausreichende Fördermöglichkeiten bei anderen – staatlichen und nicht-staatlichen – Mittelgebern bestehen. Ausgeschlossen werden zudem wissenschaftliche Vorhaben zu Themen und Problemstellungen, die den o. a. Anforderungen und Kriterien nicht entsprechen. Da die Förderinitiative
der Stiftung langfristig angelegt ist, wird es in den Folgejahren weitere
Themenworkshops mit wechselnden wissenschaftlichen Schwerpunkten geben, für
deren Konzipierung die Stiftung auch weiterhin gern Vorschläge und Ideen
von Forscherinnen und Forschern entgegennimmt. IV. Erste Themenworkshop im Jahre 2004 Im Jahr 2004 sind zu folgenden vier Themenbereichen Workshops geplant: 1. „Political, Economic and Social Dynamics in Sub-Saharan Africa”, University of the Western Cape, Belville, Südafrika (Februar 2004) 2. „Communicable Diseases in Sub-Saharan Africa – from the African Bench to the Field”, INDEPTH, Accra (April 2004) 3. „Resources, their Dynamics and Sustainability – Capacity Development in Comparative and Integrated Approaches” (September 2004) 4. “Violence, its Impact and Coping Strategies” (September/Oktober 2004) Nähere Einzelheiten
zu den geplanten Workshops werden zu gegebener Zeit auf der Homepage der Stiftung
veröffentlicht. V. Fördermöglichkeiten im Rahmen der Ausschreibungen
Die Einbringung von Eigenleistungen bei der Durchführung der Vorhaben ist erwünscht. VI. Antragstellung und Auskünfte Vor einer Antragstellung bzw. vor Einreichung einer Workshopskizze wird dringend empfohlen, zunächst mit dem zuständigen Fachreferat Kontakt aufzunehmen (telefonisch oder per E-Mail): Geistes- und
Gesellschaftswissenschaften Natur- und Ingenieurwissenschaften,
Medizin |